Bericht zur Barrierefreiheit von PDF-Dokumenten

Wimmeldbild mit vielen Icons wie z.B. PDFs, Diagramme, Lupe, Hand

Öffentliche Stellen sind verpflichtet, ihre digitalen Angebote einschließlich bereitgestellter Dokumente barrierefrei zugänglich zu machen. Grundlage ist unter anderem die novellierte Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung (BITV 2.0), die die EU-Richtlinie 2016/2102 in deutsches Recht umsetzt.

Ziel der Untersuchung war es, die Barrierefreiheit von PDF-Dokumenten auf öffentlich zugänglichen Webauftritten systematisch zu analysieren und vergleichbar zu bewerten. Dabei sollte insbesondere sichtbar gemacht werden, in welchem Reifegrad sich unterschiedliche institutionelle Gruppen (Cluster) hinsichtlich der barrierefreien Bereitstellung von Dokumenten befinden.

Die Studie knüpft an die axes4-Studie aus den Jahren 2016 bis 2018 an und erweitert sie: Statt ausschließlich Bundesministerien werden Webauftritte in vier Gruppen verglichen: Oberste Bundesbehörde, Krankenkassen, Städte und Träger der Sozialversicherung.

Studie durchgeführt von

Wichtigste Erkenntnisse

Gesamtergebnis

9,5 % aller in der CAAT PDF Studie getesteten PDF-Dokumente sind PAC-konform.

Nur rund jedes neunte PDF-Dokument der öffentlichen Hand erfüllt die grundlegenden technischen Anforderungen an Barrierefreiheit.

Trotz klarer gesetzlicher Vorgaben bleibt die Umsetzung in vielen Fällen unzureichend.

Mehr erfahren über die Methodik

  • 9,5 % PAC-konform
  • 53,1 % Enthält Fehler
  • 37,4 % Nicht getaggt

Was bedeutet PAC-konform in dieser Studie?

PAC (PDF Accessibility Checker) ist ein Prüfwerkzeug für barrierefreie PDF-Dokumente. Es überprüft maschinell testbare Anforderungen des PDF/UA-Standards sowie der Web Content Accessibility Guideline (WCAG).

Ein Dokument gilt als PAC-konform, wenn es alle maschinell prüfbaren Kriterien besteht. Damit erfüllt es die grundlegenden strukturellen Voraussetzungen für barrierefreie Nutzung.

Gleichzeitig gilt: PAC-Konformität ist nur die Untergrenze. Aspekte wie sinnvolle Alternativtexte oder eine korrekte Lesereihenfolge lassen sich nur manuell bewerten.

Was steckt hinter den 90,5 % nicht konformen Dokumenten?

Der Großteil der Dokumente fällt in zwei klar unterscheidbare Gruppen.

Ein erheblicher Anteil ist nicht getaggt. Das bedeutet, es fehlt jede semantische Struktur. Inhalte sind für assistive Technologien nicht sinnvoll interpretierbar. Damit ist Barrierefreiheit praktisch ausgeschlossen.

Die übrigen Dokumente sind zwar getaggt, enthalten aber strukturelle Fehler. Sie erfüllen zentrale Anforderungen nicht und sind in der Nutzung ebenfalls eingeschränkt.

Entwicklung der PDF-Barrierefreiheit seit 2018

Ergebnis Gesamt 2025 2024 2023 2022 2021 2020 2019 2018
PAC-Konform 9,5 % 9,2% 11,4% 10,8% 8,2% 11,7% 9,0% 4,3% 1,5%
Enthält Fehler 53,1 % 47,8% 52,4% 56,8% 60,0% 56,4% 53,7% 55,0% 52,1%
Nicht getaggt 37,4 % 43,0% 36,3% 32,4% 31,8% 31,9% 37,4% 40,6% 46,4%

Die Tabelle basiert auf den Erstellungs- und Änderungsdaten der PDF-Dokumente und stellt nur eine Annäherung an die tatsächliche Publikationshistorie dar.

Zu Beginn steigt die Anzahl PAC-konformer PDF-Dokumente deutlich an (2018–2021). Der Anteil steigt von sehr niedrigen Ausgangswerten (1,5%) im Jahr 2018 auf 11,7 % im Jahr 2021.
Diese Entwicklung setzt sich jedoch nicht fort. In den Folgejahren bleibt der Anteil PAC-konformer Dokumente auf diesem Niveau und zeigt keinen weiteren nachhaltigen Anstieg.

Fehlerhafte Dokumente dominieren über den gesamten Zeitraum hinweg. Sie stellen in allen Jahren die größte Gruppe und erreichen 2022 mit 60 % ihren Höchstwert.

Parallel dazu verschiebt sich die Verteilung innerhalb der nicht konformen Dokumente. Der Anteil nicht getaggter Dokumente sinkt zunächst, steigt in den letzten Jahren jedoch wieder an und liegt aktuell erneut bei über 40 %.

Insgesamt zeigt sich keine grundlegende Verbesserung. Der Anteil barrierefreier PDF-Dokumente bleibt niedrig. Zwischenzeitlich sind Veränderungen in den Anteilen erkennbar, die zeitlich mit der verschärften Gesetzgebung zusammenfallen. Daraus lässt sich nicht zwingend schließen, dass mehr barrierefreie Dokumente erstellt wurden. Auch Veränderungen im Dokumentenbestand, etwa durch das Entfernen älterer Inhalte, können die Anteile ebenfalls beeinflussen.

Eckdaten

Allgemeine Daten

Anzahl besuchter Websites
76
Gefundene URLs (Websites)
929.406
Gefundene PDF-Dokumente
126.880

In diesen Statistiken enthaltene PDF-Dokumente

Auswertungszeitraum 23. September 2018 bis 31. Dezember 2025
69.944

Aus diesen Statistiken ausgeschlossene PDF-Dokumente

Nicht im Auswertungszeitraum
26.109
Keine Informationen über Erstellungs- oder Änderungsdatum des Dokuments
22.005
PDF-Dokument nicht lesbar oder andere technische Verarbeitungsfehler
7.857
Nicht gefunden, Zugriff verweigert, CAPTCHA oder andere Fehler beim Abrufen des Dokuments
965

Häufige Fehler in PDF-Dokumenten

Die 5 häufigsten Fehler

Anzeige des Dokumenttitels im Fenstertitel
60,4%
Getaggter Inhalt und Artefakte
51,8%
Titel in XMP Metadaten
49,1%
Kontrast von Texten
36,5%
Korrektheit des Sprachattributs
31,6%

Jeder Fehlertyp wird pro Dokument einmal gezählt, unabhängig davon, wie häufig er innerhalb des Dokuments auftritt.
Der Prozentwert gibt an wie viele der getestete PDF-Dokumente den Fehler aufweisen.

Auswertung ohne formale Fehler mit geringer praktischer Auswirkung auf die Barrierefreiheit.

Die Analyse zeigt: Die größten Probleme in barrierefreien PDF-Dokumente sind oft unsichtbar. Besonders häufig treten Fehler bei grundlegenden technischen Anforderungen auf. So fehlt in 60,4 % der Dokumente ein korrekt gesetzter Dokumenttitel im Fenstertitel, bei 49,1 % sind die Titel in den Metadaten unvollständig. Auch strukturelle Probleme sind weit verbreitet, etwa bei getaggten Inhalten und Artefakten (51,8 %). Diese Fehler betreffen die Grundlage dafür, dass Inhalte von assistiven Technologien überhaupt interpretiert werden können.

Für viele Nutzer*innen bleiben diese Aspekte unbemerkt. Für assistive Technologien sind sie jedoch zentral und beeinflussen maßgeblich die Zugänglichkeit.

Ein Blick auf die Ursachen zeigt: Ein Großteil dieser Probleme entsteht in Prozessen und eingesetzten Tools. Barrierefreiheit scheitert häufig an systemischen Schwächen in Workflows und Technologien.

Ein erheblicher Teil der identifizierten Fehler wäre mit vergleichsweise geringem Aufwand vermeidbar, etwa durch standardisierte Templates, korrekt konfigurierte Export-Einstellungen oder automatisierte Prüfmechanismen.

Dennoch bleibt redaktionelle Arbeit ein wichtiger Bestandteil. Aspekte wie Alternativtexte, Kontraste oder eine sinnvolle Dokumentstruktur lassen sich nicht vollständig automatisieren. Hier sind weiterhin Schulungen, klare Richtlinien und ein grundlegendes Verständnis für barrierefreies Arbeiten erforderlich.

Insgesamt wird deutlich: Barrierefreiheit in PDF-Dokumenten ist vor allem eine Frage gut gestalteter Prozesse und geeigneter Werkzeuge. Wer früh ansetzt, etwa bei Vorlagen, Systemen und Workflows, kann mit vergleichsweise wenig Aufwand eine große Wirkung erzielen.

Fehlerentwicklung von 2018 bis 2025

Art des Fehlers Gesamt 2025 2024 2023 2022 2021 2020 2019 2018
PDF/UA-Kennzeichnung 83,5 % 84,0% 81,3% 81,6% 83,6% 80,1% 85,3% 89,9% 95,0%
Anzeige des Dokumenttitels im Fenstertitel 60,4 % 55,8% 53,3% 53,4% 64,5% 64,6% 69,6% 79,1% 85,1%
Getaggter Inhalt und Artefakte 51,8 % 57,1% 50,1% 48,0% 47,3% 45,1% 53,0% 53,6% 61,5%
Titel in XMP Metadaten 49,1 % 56,8% 46,5% 42,5% 40,2% 47,1% 47,1% 51,5% 57,3%
Kennzeichnung für getaggte PDF-Dokumente 39,3 % 44,5% 37,8% 33,9% 34,1% 33,7% 39,8% 43,5% 52,0%
Kontrast von Texten 36,5 % 31,7% 36,7% 40,5% 39,6% 36,7% 37,6% 42,2% 40,0%
Alternative Beschreibungen für Anmerkungen 33,8 % 47,9% 37,0% 29,2% 24,7% 23,1% 21,7% 23,9% 20,8%
Korrektheit des Sprachattributs 31,6 % 37,2% 28,7% 23,7% 27,4% 27,8% 31,8% 37,9% 44,8%
3.1.1 Sprache der Seite 31,6 % 37,2% 28,7% 23,7% 27,4% 27,8% 31,8% 37,9% 44,8%
Natürliche Sprache von Textobjekten 27,8 % 35,0% 25,8% 20,9% 23,9% 21,5% 23,9% 33,9% 33,5%

Einfluss der Ersteller-Produzenten-Kombination auf die PDF-Qualität

Der Ersteller ist die Software, mit der ein Dokument verfasst wird; zum Beispiel Microsoft Word. Ist das Dokument fertig, gibt es mehrere Wege, daraus ein PDF-Dokument zu erzeugen: über die integrierte Speicherfunktion der Software oder über zusätzliche Software wie Adobe Acrobat oder axesWord. Die Software, die beim Speichern des PDF-Dokuments zum Einsatz kommt, nennt man Produzent.

Ein großer Teil der PDF-Dokumente wird mit wenigen, weit verbreiteten Werkzeugen erstellt und liefern überwiegend keine barrierefreien Ergebnisse. Adobe InDesign und die Adobe PDF Library sowie Microsoft Word machen zusammen über ein Drittel aller Dokumente aus, erreichen aber jeweils weniger als 10 % PAC-konforme Dokumente.

Die Kombination Microsoft Word mit axesWord als Produzent erreicht dagegen 73,1 % PAC-Konformität. Das entscheidende Qualitätsmerkmal ist also nicht die Autorensoftware selbst, sondern der Produzenten-Workflow beim Export.

Durch die große Menge ausgewerteter Dokumente werden auch selten genutzte Ersteller-Produzenten-Kombinationen sichtbar. Darunter finden sich Hersteller wie Canon und Ricoh, deren Multifunktionsdrucker PDF-Dokumente direkt erzeugen, aber auch neuere cloudbasierte Dienste wie Canva, die allesamt keine nennenswerte PAC-Konformität erreichen.

Ersteller Produzent Gesamt PAC-Konform Enthält Fehler Nicht getaggt
Adobe InDesign Adobe PDF Library 18,2 % 7,7% 44,3% 48,0%
Microsoft Word Microsoft Word 17,9 % 9,9% 88,4% 1,7%
Adobe Acrobat Adobe PDF Library 12,5 % 13,5% 85,9% 0,6%
Leere oder Null-Werte Leere oder Null-Werte 9,5 % 5,1% 83,2% 11,7%
Leere oder Null-Werte Microsoft: Print To PDF 4,4 % 1,6% 3,9% 94,5%
Leere oder Null-Werte mPDF 4,3 % 0% 0,1% 99,9%
Microsoft Word axesWord 3,8 % 73,3% 26,7% 0%
Andere Qt 3,4 % 0% 0,0% 100,0%
PScript5.dll Adobe Acrobat 3,1 % 4,4% 13,7% 81,8%
PDF24 GPL Ghostscript 2,6 % 1,3% 2,3% 96,4%

Vergleich der ausgewerteten Cluster

Oberste Bundesbehörden

PDF-Qualitätswert
39,6
Niedrigster PDF-Qualitätswert einer Website
3,8
Höchster PDF-Qualitätswert einer Website
68,8
Anzahl getesteter Websites
23
Berücksichtigte PDF-Dokumente
16.612

Verteilung der Webauftritte nach PDF-Qualitätswert

niedrig
7
unteres Mittelfeld
11
oberes Mittelfeld
5
hoch
0

Träger der Sozialversicherung

PDF-Qualitätswert
24,4
Niedrigster PDF-Qualitätswert einer Website
21,3
Höchster PDF-Qualitätswert einer Website
36,4
Anzahl getesteter Websites
4
Berücksichtigte PDF-Dokumente
7.765

Verteilung der Webauftritte nach PDF-Qualitätswert

niedrig
3
unteres Mittelfeld
1
oberes Mittelfeld
0
hoch
0

Krankenkassen

PDF-Qualitätswert
16,4
Niedrigster PDF-Qualitätswert einer Website
1,5
Höchster PDF-Qualitätswert einer Website
60,0
Anzahl getesteter Websites
20
Berücksichtigte PDF-Dokumente
8.031

Verteilung der Webauftritte nach PDF-Qualitätswert

niedrig
18
unteres Mittelfeld
1
oberes Mittelfeld
1
hoch
0

Städte

PDF-Qualitätswert
14,8
Niedrigster PDF-Qualitätswert einer Website
0,0
Höchster PDF-Qualitätswert einer Website
29,2
Anzahl getesteter Websites
16
Berücksichtigte PDF-Dokumente
37.536

Verteilung der Webauftritte nach PDF-Qualitätswert

niedrig
15
unteres Mittelfeld
1
oberes Mittelfeld
0
hoch
0

Oberste Bundesbehörden

Auswertung

PDF-Qualitätswert
39,6
Niedrigster PDF-Qualitätswert einer Website
3,8
Höchster PDF-Qualitätswert einer Website
68,8
Anzahl getesteter Websites
23
Berücksichtigte PDF-Dokumente
16.612

Verteilung der Webauftritte nach PDF-Qualitätswert

niedrig
7
unteres Mittelfeld
11
oberes Mittelfeld
5
hoch
0

Die besten 4 im Cluster Oberste Bundesbehörden

Die Zusammenstellung des Clusters basiert auf der Auflistung der obersten Bundesbehörden im Wikipedia-Artikel Bundesbehörden (Deutschland). Von der Zusammenstellung her ist dieses Cluster am ehesten mit der früheren axes4-Studie 2016–2018 vergleichbar, die ausschließlich die Bundesministerien betrachtete. Die vorliegende Studie erweitert die Auswahl bewusst, um ein breiteres Bild zu erhalten.

Die obersten Bundesbehörden erreichen im Vergleich der untersuchten Cluster den höchsten durchschnittlichen PDF-Qualitätswert.

Auch im Einzelvergleich werden überwiegend gute Ergebnisse erzielt. Das Bundesministerium für Umwelt und Klimaschutz erreicht mit 68,9 den höchsten Wert der gesamten Studie. Das zeigt, dass eine hohe strukturelle Qualität grundsätzlich möglich ist.

Gleichzeitig ist die Spannbreite innerhalb des Clusters groß. Die Werte reichen von 0 bis 68,9. Mehrere Behörden erreichen einen geringen Wert (0 bis 20) und veröffentlichen damit wenige bis keine technisch barrierefreien PDF-Dokumente.

Gerade in diesem Bereich ist die Bedeutung hoch: Hier werden zentrale politische Dokumente veröffentlicht. Sind diese nicht zugänglich, werden Menschen mit Behinderung von gesellschaftlich relevanten Informationen ausgeschlossen

Eckdaten

Allgemeine Daten

Anzahl besuchter Websites
32
Gefundene URLs (Websites)
284.814
Gefundene PDF-Dokumente
32.813

In diesen Statistiken enthaltene PDF-Dokumente

Auswertungszeitraum 23. September 2018 bis 31. Dezember 2025
16.612

Aus diesen Statistiken ausgeschlossene PDF-Dokumente

Nicht im Auswertungszeitraum
7.047
Keine Informationen über Erstellungs- oder Änderungsdatum des Dokuments
7.517
PDF-Dokument nicht lesbar oder andere technische Verarbeitungsfehler
1.330
Nicht gefunden, Zugriff verweigert, CAPTCHA oder andere Fehler beim Abrufen des Dokuments
307

Alle berücksichtigten Websites im Cluster Oberste Bundesbehörden

Als Betreiber der Website können Sie die Daten der Auswertung einsehen.

Geprüfte Website Gefundene URLs Gefundene
PDF-Dokumente
Berücksichtigte
PDF-Dokumente
Aktion
Auswärtiges Amt 26.250 1.519 386 Daten anfragen
Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien 31.318 141 33 Daten anfragen
Bundesarbeitsgericht 9.029 6.173 113 Daten anfragen
Bundesbeauftragter für den Datenschutz und die Informationsfreiheit 370 312 20 Daten anfragen
Bundesfinanzhof 18.543 3.386 2271 Daten anfragen
Bundesgerichtshof 976 1.396 324 Daten anfragen
Bundeskanzleramt (Scan hat 0 PDF gefunden wurden) 28 0 0 Daten anfragen
Bundesministerium der Finanzen (Scan hatte Fehler und wurde nicht durchgeführt) 0 0 0 Daten anfragen
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz 5.529 4.760 989 Daten anfragen
Bundesministerium der Verteidigung (Scan hatte Fehler und wurde nicht durchgeführt) 0 0 0 Daten anfragen
Bundesministerium des Innern (Scan hatte Fehler und wurde nicht durchgeführt) 0 0 0 Daten anfragen
Bundesministerium für Arbeit und Soziales 4.892 1.650 711 Daten anfragen
Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt 204 204 106 Daten anfragen
Bundesministerium für Gesundheit 4.349 1.505 594 Daten anfragen
Bundesministerium für Landwirschaft, Ernährung und Heimat 2.850 2.070 257 Daten anfragen
Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit 24.879 7.935 4233 Daten anfragen
Bundesministerium für Verkehr 385 118 79 Daten anfragen
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie 576 300 80 Daten anfragen
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung 191 75 70 Daten anfragen
Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen 574 134 82 Daten anfragen
Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend 1.567 1.464 663 Daten anfragen
Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung 251 177 108 Daten anfragen
Bundespräsidialamt 119 18 13 Daten anfragen
Bundesrechnungshof 3.223 1.729 1150 Daten anfragen
Bundessozialgericht 24.204 5.808 2200 Daten anfragen
Bundesverfassungsgericht 238 837 157 Daten anfragen
Bundesverwaltungsgericht (Scan hatte Fehler und wurde nicht durchgeführt) 0 0 0 Daten anfragen
Deutsche Bundesbank 11.431 4.776 1973 Daten anfragen
Presse- und Informationsamt der Bundesregierung (Scan hat 0 PDF gefunden wurden) 26 0 0 Daten anfragen
Sekretariat des Bundesrates (Scan hat 0 PDF gefunden wurden) 8 0 0 Daten anfragen
Unabhängiger Kontrollrat (Scan hat 0 PDF gefunden wurden) 9 0 0 Daten anfragen
Verwaltung des Deutschen Bundestages (Scan hatte Fehler und wurde nicht durchgeführt) 0 0 0 Daten anfragen

Träger der Sozialversicherung

Auswertung

PDF-Qualitätswert
24,4
Niedrigster PDF-Qualitätswert einer Website
21,3
Höchster PDF-Qualitätswert einer Website
36,4
Anzahl getesteter Websites
4
Berücksichtigte PDF-Dokumente
7.765

Verteilung der Webauftritte nach PDF-Qualitätswert

niedrig
3
unteres Mittelfeld
1
oberes Mittelfeld
0
hoch
0

Die besten 4 im Cluster Träger der Sozialversicherung

Das Cluster umfasst die vier großen gesetzlichen Sozialversicherungsträger auf Bundesebene.

Die Anzahl der veröffentlichten PDF-Dokumente ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Von 90 Dokumenten im Jahr 2018 auf 3.179 im Jahr 2025. Das entspricht einem Anstieg um den Faktor 35 und deutet auf eine verstärkte Digitalisierung hin.

Der Anteil an PAC-konformen Dokumenten bleibt dabei mit rund 6 % über die Jahre konstant. Das bedeutet, dass ein Großteil der neu veröffentlichten PDF-Dokumente nicht barrierefrei ist.

Ein besonders hoher Anteil an leeren oder fehlenden Metadaten, etwa zum Erstellungs- oder Aktualisierungsdatum, beeinflusst die Auswertung. Dokumente ohne Angaben zur Veröffentlichung wurden aus der Studie ausgeschlossen.

Gerade in diesem Bereich ist die Bedeutung hoch: Die Organisationen sind für Millionen von Bürgerinnen und Bürgern zentrale Anlaufstellen, darunter ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen und Personen mit geringem Einkommen.

Eckdaten

Allgemeine Daten

Anzahl besuchter Websites
4
Gefundene URLs (Websites)
116.282
Gefundene PDF-Dokumente
9.620

In diesen Statistiken enthaltene PDF-Dokumente

Auswertungszeitraum 23. September 2018 bis 31. Dezember 2025
7.765

Aus diesen Statistiken ausgeschlossene PDF-Dokumente

Nicht im Auswertungszeitraum
1.246
Keine Informationen über Erstellungs- oder Änderungsdatum des Dokuments
344
PDF-Dokument nicht lesbar oder andere technische Verarbeitungsfehler
187
Nicht gefunden, Zugriff verweigert, CAPTCHA oder andere Fehler beim Abrufen des Dokuments
78

Alle berücksichtigten Websites im Cluster Träger der Sozialversicherung

Als Betreiber der Website können Sie die Daten der Auswertung einsehen.

Geprüfte Website Gefundene URLs Gefundene
PDF-Dokumente
Berücksichtigte
PDF-Dokumente
Aktion
Bundesagentur für Arbeit 38.934 11.380 6181 Daten anfragen
Deutsche Rentenversicherung 5.470 3.550 974 Daten anfragen
Krankenversorgung der Bundesbahnbeamten 241 241 91 Daten anfragen
Unfallversicherung Bund und Bahn 2.958 12.153 519 Daten anfragen

Krankenkassen

Auswertung

PDF-Qualitätswert
16,4
Niedrigster PDF-Qualitätswert einer Website
1,5
Höchster PDF-Qualitätswert einer Website
60,0
Anzahl getesteter Websites
20
Berücksichtigte PDF-Dokumente
8.031

Verteilung der Webauftritte nach PDF-Qualitätswert

niedrig
18
unteres Mittelfeld
1
oberes Mittelfeld
1
hoch
0

Die besten 4 im Cluster Krankenkassen

Das Cluster umfasst die 20 größten gesetzlichen Krankenkassen Deutschlands nach Mitgliederzahlen (Quelle: Wikipedia Artikel Liste deutscher Krankenkassen).

Die Ergebnisse zeigen eine starke Streuung der PDF-Qualitätswerte von 1,5 bis 65,1. Die Knappschaft erreicht mit 60,1 den höchsten Wert im Cluster. Es folgen mit deutlichem Abstand die Audi BKK (34,7), die AOK (22,4) und die Barmer (20,1). Die Werte im restlichen Feld flachen stark ab.

Die Spannbreite deutet darauf hin, dass einzelne Kassen gezielt in digitale Barrierefreiheit investieren, während sie in der Breite nur eine untergeordnete Rolle spielt.

Damit deckt der Cluster einen Großteil der gesetzlich Versicherten in Deutschland ab. Die Zielgruppe schließt explizit ältere und chronisch kranke Personen ein, also Menschen mit besonders hohem Bedarf an barrierefreier Kommunikation.

Eckdaten

Allgemeine Daten

Anzahl besuchter Websites
20
Gefundene URLs (Websites)
87.925
Gefundene PDF-Dokumente
12.508

In diesen Statistiken enthaltene PDF-Dokumente

Auswertungszeitraum 23. September 2018 bis 31. Dezember 2025
8.031

Aus diesen Statistiken ausgeschlossene PDF-Dokumente

Nicht im Auswertungszeitraum
2.155
Keine Informationen über Erstellungs- oder Änderungsdatum des Dokuments
1.371
PDF-Dokument nicht lesbar oder andere technische Verarbeitungsfehler
744
Nicht gefunden, Zugriff verweigert, CAPTCHA oder andere Fehler beim Abrufen des Dokuments
207

Alle berücksichtigten Websites im Cluster Krankenkassen

Als Betreiber der Website können Sie die Daten der Auswertung einsehen.

Geprüfte Website Gefundene URLs Gefundene
PDF-Dokumente
Berücksichtigte
PDF-Dokumente
Aktion
AOK 11.427 4.605 1852 Daten anfragen
Audi BKK 716 419 149 Daten anfragen
Bahn BKK 326 223 138 Daten anfragen
Barmer 10.825 2.922 1033 Daten anfragen
BIG direkt gesund 2.044 27 21 Daten anfragen
BKK firmus 277 223 115 Daten anfragen
BKK mkk 27.071 1.166 144 Daten anfragen
DAK Gesundheit 5.661 2.615 1874 Daten anfragen
HEK - Hanseatische Krankenkasse 670 154 121 Daten anfragen
hkk Krankenkasse 671 673 368 Daten anfragen
IKK classic 1.857 748 491 Daten anfragen
IKK Südwest 676 293 156 Daten anfragen
KKH Kaufmännische Krankenkasse 890 1.148 408 Daten anfragen
Knappschaft 244 919 146 Daten anfragen
MHplus BKK 618 297 201 Daten anfragen
Mobil Krankenkasse 10.419 953 275 Daten anfragen
Pronova BKK 91 53 45 Daten anfragen
Siemens-Betriebskrankenkasse SBK 1.872 413 264 Daten anfragen
Techniker Krankenkasse 7.547 1.009 6 Daten anfragen
Viactiv BKK 2.143 383 224 Daten anfragen

Städte

Auswertung

PDF-Qualitätswert
14,8
Niedrigster PDF-Qualitätswert einer Website
0,0
Höchster PDF-Qualitätswert einer Website
29,2
Anzahl getesteter Websites
16
Berücksichtigte PDF-Dokumente
37.536

Verteilung der Webauftritte nach PDF-Qualitätswert

niedrig
15
unteres Mittelfeld
1
oberes Mittelfeld
0
hoch
0

Die besten 4 im Cluster Städte

Die Auswahl basiert auf den 20 einwohnerstärksten deutschen Städten (Quelle: Wikipedia Artikel Liste der Großstädte in Deutschland). Frankfurt am Main, Bremen und Wuppertal mussten ausgeschlossen werden, da ihre Webauftritte den Scan technisch blockierten.

Zu beachten ist eine strukturelle Frage der Vergleichbarkeit. Städte wie München trennen ihr Webangebot: Während muenchen.de als Marketing- und Veranstaltungsseite geführt wird, bündelt service.muenchen.de die eigentlichen Verwaltungsangebote. In dieser Studie wurden Subdomains nicht gesondert berücksichtigt, da eine Einbeziehung methodisch nicht konsistent umgesetzt werden kann.

Mit 37.536 analysierten Dokumenten ist dieses Cluster das größte der Studie. Gleichzeitig erzielt es den niedrigsten PDF-Qualitätswert aller vier Cluster (14,8).

Bei der Interpretation sind weitere Besonderheiten zu beachten. Bei einzelnen Städten flossen verhältnismäßig wenige Dokumente in die Auswertung ein. München beispielsweise ist mit 48 von insgesamt 95 gefundenen Dokumenten vertreten, da ein Großteil nicht den Studienparametern entsprach und ausgeschlossen wurde.

Das hohe Gesamtvolumen an PDF-Dokumenten innerhalb des Clusters ist auf einzelne Webauftritte zurückzuführen. Bei zwei Webauftritten wurde der Scan manuell gestoppt, da die Anzahl der gefundenen PDF-Dokumente sehr groß war (mehr als 12.000 PDF-Dokumente), diese aber größtenteils nicht studienrelevent waren. Der überwiegende Teil davon waren Sitzungsprotokolle und Archivdaten, die aufgrund ihres Alters nicht in die Studie einflossen.

Städtische Webauftritte sind eine der häufigsten digitalen Anlaufstellen für Bürgerinnen und Bürger. Als einzige kommunale Ebene in dieser Studie stehen die Städte exemplarisch dafür, wie Barrierefreiheit im direkten Verwaltungsalltag umgesetzt wird.

Eckdaten

Allgemeine Daten

Anzahl besuchter Websites
20
Gefundene URLs (Websites)
440.385
Gefundene PDF-Dokumente
71.939

In diesen Statistiken enthaltene PDF-Dokumente

Auswertungszeitraum 23. September 2018 bis 31. Dezember 2025
37.536

Aus diesen Statistiken ausgeschlossene PDF-Dokumente

Nicht im Auswertungszeitraum
15.661
Keine Informationen über Erstellungs- oder Änderungsdatum des Dokuments
12.773
PDF-Dokument nicht lesbar oder andere technische Verarbeitungsfehler
5.596
Nicht gefunden, Zugriff verweigert, CAPTCHA oder andere Fehler beim Abrufen des Dokuments
373

Alle berücksichtigten Websites im Cluster Städte

Als Betreiber der Website können Sie die Daten der Auswertung einsehen.

Geprüfte Website Gefundene URLs Gefundene
PDF-Dokumente
Berücksichtigte
PDF-Dokumente
Aktion
Berlin 25.737 3.099 1388 Daten anfragen
Bielefeld 6.287 3.752 2 Daten anfragen
Bochum 5.241 2.452 1454 Daten anfragen
Bonn 72.666 12.746 666 Daten anfragen
Bremen (Scan hatte Fehler und wurde nicht durchgeführt) 0 0 0 Daten anfragen
Dortmund 14.872 4.559 2871 Daten anfragen
Dresden 13.590 487 356 Daten anfragen
Duisburg 10.073 9.976 669 Daten anfragen
Düsseldorf (Scan angehalten wegen großer Datenmengen) 92.676 20.210 6239 Daten anfragen
Essen 32.597 7.555 4023 Daten anfragen
Frankfurt am Main (Scan hatte Fehler und wurde nicht durchgeführt) 0 0 0 Daten anfragen
Hamburg (Scan angehalten wegen großer Datenmengen) 43.045 22.994 5004 Daten anfragen
Hannover 15.993 5.127 2525 Daten anfragen
Köln (Scan hat 0 PDF gefunden wurden) 0 0 0 Daten anfragen
Leipzig 19.991 5.145 2942 Daten anfragen
Mannheim 18.379 6.028 3439 Daten anfragen
München 32.940 95 48 Daten anfragen
Nürnberg (Scan angehalten wegen großer Datenmengen) 17.819 7.579 3038 Daten anfragen
Stuttgart 13.093 4.387 2872 Daten anfragen
Wuppertal (Scan hatte Fehler und wurde nicht durchgeführt) 0 0 0 Daten anfragen

Methodik

Zielsetzung

Ziel der Untersuchung war es, die Barrierefreiheit von PDF-Dokumenten auf öffentlich zugänglichen Websites systematisch zu analysieren und vergleichbar zu bewerten. Dabei sollte insbesondere sichtbar gemacht werden, in welchem Reifegrad sich unterschiedliche institutionelle Gruppen (Cluster) hinsichtlich der barrierefreien Bereitstellung von Dokumenten befinden.

Technische Datenerhebung

Die technische Auswertung der Webauftritte erfolgte automatisiert mithilfe der Software CAAT (Scannen, Datenerfassung und Auswertungen) sowie axesSense (strukturierte Analyse der PDF-Dokumente).

Die Webauftritte wurden gescannt, um die Gesamtzahl der erreichbaren URLs zu ermitteln. Während des Scans wurden sämtliche verlinkten PDF-Dokumente identifiziert und für die weitere Analyse erfasst.

Ergebnisse aus axesSense pro PDF-Dokument

axesSense ist die online-Version des weit verbreiteten PAC (PDF Accessibility Checker).
Für die Studie nutzen wir Metadatenauswertung und vor allem die Ergebnisse der Überprüfung nach PDF/UA und WCAG (Web Content Accessiblity Guideline).
Jedes PDF-Dokumente wird auf Grundlage der Überprüfung durch axesSense in eine der drei Kategorien eingeordnet:

  • PAC-konform (Alle maschinell testbaren Anforderungen PDF/UA und WCAG erfüllt)
  • enthält Fehler (mindestens eine Anforderung nicht erfüllt)
  • nicht getaggt (Dokument enthält keine Tags)

PDF-Dokumente, die in der CAAT-Studie berücksichtigt werden

In der Studie wurden nur PDF-Dokumente berücksichtigt, die nach dem Stichtag (23.9.2018) und bis zum 31.12.2025 veröffentlicht wurden.
Zur Beurteilung, ob ein PDF-Dokument in den betrachteten Zeitraum fällt, wurden das Erstellungs- oder Änderungsdatum in den Meta-Angaben ausgewertet.

Aus methodischen Gründen ausgeschlossen wurden:

  • PDF-Dokumente ohne Informationen über Erstellungs- oder Änderungsdatum
  • PDF-Dokumente, die vor dem 23.9.2018 veröffentlicht wurden
  • PDF-Dokumente, die nach dem 31.12.2025 veröffentlicht wurden
  • technisch nicht automatisiert prüfbare PDF-Dokumente (z. B. aufgrund von Format- oder Strukturfehlern)
  • PDF-Dokumente, die nicht aufrufbar waren (z.B. Zugriff verweigert oder CAPTCHA)

Diese Dokumente wurden gesondert ausgewiesen, jedoch nicht in die Qualitätsbewertung einbezogen. Dadurch wird sichergestellt, dass ausschließlich für die Studie relevante und technisch prüfbare Inhalte bewertet werden.

Eckdaten

Allgemeine Daten

Anzahl besuchter Websites
76
Gefundene URLs (Websites)
929.406
Gefundene PDF-Dokumente
126.880

In diesen Statistiken enthaltene PDF-Dokumente

Auswertungszeitraum 23. September 2018 bis 31. Dezember 2025
69.944

Aus diesen Statistiken ausgeschlossene PDF-Dokumente

Nicht im Auswertungszeitraum
26.109
Keine Informationen über Erstellungs- oder Änderungsdatum des Dokuments
22.005
PDF-Dokument nicht lesbar oder andere technische Verarbeitungsfehler
7.857
Nicht gefunden, Zugriff verweigert, CAPTCHA oder andere Fehler beim Abrufen des Dokuments
965

Umgang mit Fehlertypen in der Auswertung

Jeder Fehlertyp wird pro Dokument maximal einmal gezählt, unabhängig davon, wie häufig er innerhalb eines Dokuments auftritt.

Die Fehlerauswertung wurde in zwei Varianten durchgeführt: einmal mit, einmal ohne sogenannte formale Fehler. Dabei handelt es sich um Fehlertypen, die technisch von PAC/axesSense gemeldet werden, die tatsächliche Nutzbarkeit eines Dokuments für Menschen mit Behinderungen aber kaum beeinflussen. In der Praxis treten sie fast nie isoliert auf. Dokumente, die ausschließlich solche Fehler enthalten, machen weniger als ein Promille aller analysierten Dokumente aus. Die Hauptauswertung konzentriert sich daher auf Fehler, die sich spürbar auf die Barrierefreiheit auswirken.

Liste der formale Fehlern mit geringer Auswirkung auf die praktische Barrierefreiheit:

  • PDF/UA-Kennzeichnung
  • „TrapNet“-Anmerkungen
  • „F“- und „UF“-Einträge in Dateispezifikationen
  • Kennzeichnung für getaggte PDF-Dokumente
  • XMP-Metadaten
  • Ds von „Note“-Strukturelementen
  • Eindeutige Identifizierbarkeit von „Note“-Strukturelementen
  • „Name“-Eintrag in Konfigurationen von optionalem Inhalt
  • „AS“-Eintrag in Konfigurationen von optionalem Inhalt
  • „PrinterMark“-Anmerkungen
  • „Suspects“-Eintrag
  • „WMode“-Eintrag in CMap-Definitionen und CMap-Daten
  • Dynamische XFA-Formulare
  • Alternative Beschreibungen für Anmerkungen
  • Natürliche Sprache des „Contents“-Eintrags in Anmerkungen

Berechnung des PDF-Qualitätswerts pro Webauftritt

Um komplette Webauftritte bewerten zu können, wurde ein Index entwickelt, der die Anteile der PDF-Dokumente nach ihrem Prüfstatus berücksichtigt: PAC-konform, enthält Fehler oder nicht getaggt. Dieser Bezug wurde gewählt, um Webauftritte auch bei unterschiedlich hohem PDF-Aufkommen vergleichbar zu machen.

Auf Basis dieser Anteile wurde ein gewichteter PDF-Qualitätswert pro Webauftritt berechnet. Dokumente ohne Tag-Struktur wurden dabei stärker gewichtet als PDF-Dokumente in der Kategorie „enthält Fehler“, da fehlende Tags einen gravierenderen Mangel darstellen.


PDF-Qualitätswert =
(100 * Anteil „PAC-konform“)
- (30 * Anteil „enthält Fehler“)
- (70 * Anteil „nicht getaggt“)

Umrechnung auf Skala 0 bis 100 =
(PDF-Qualitätswert + 70) / 1,7

Der PDF-Qualitätswert wird auch verwendet für die Einteilung in Qualitätswertgruppen innerhalb eines Clusters.

Organisationen, die in der CAAT-Studie berücksichtigt wurden (Cluster)

Die Auswahl der Websites folgt zwei Leitgedanken. Erstens sollte die Studie eine breite Basis abdecken und nicht nur eine einzelne Verwaltungsebene beleuchten. Zweitens wurden gezielt Webauftritte ausgewählt, die für viele Menschen reale Anlaufstellen im Alltag sind: von der Rentenauskunft bis zum Stadtportal.

Methodisch knüpft die Studie an die axes4-Studie aus den Jahren 2016 bis 2018 an, die ausschließlich die Bundesministerien betrachtete, und weitet den Blick bewusst auf weitere Bereiche der öffentlichen Hand aus.

Die untersuchten Webauftritte wurden vorab in vier institutionelle Gruppen eingeteilt: oberste Bundesbehörden, Träger der Sozialversicherung, Krankenkassen und große Städte. Diese Einteilung ermöglicht Vergleiche zwischen Gruppen und macht sichtbar, ob bestimmte Organisationstypen systematisch besser oder schlechter abschneiden.

Die Qualitätswert-Gruppen

Um die Ergebnisse vergleichbar zu machen, wird jeder Webauftritt anhand seines PDF-Qualitätswerts einer von vier Gruppen zugeordnet:

  • Gruppe 1 (hoch): Qualitätswert ab 75
  • Gruppe 2 (oberes Mittelfeld): Qualitätswert ab 50
  • Gruppe 3 (unteres Mittelfeld): Qualitätswert ab 25
  • Gruppe 4 (niedrig): Qualitätswert unter 25

Diese Einteilung zeigt auf einen Blick, wie weit sich die einzelnen Webauftritte eines Clusters in Richtung barrierefreier Dokumentenbereitstellung entwickelt haben.

Ergänzend wurde pro Cluster ein akkumulierter PDF-Qualitätswert berechnet. Dafür flossen alle PDF-Dokumente eines Clusters gemeinsam in die Berechnung ein. Dieser Wert ermöglicht einen direkten Vergleich zwischen den vier Clustern.

Vergleich der Ergebnisse

Zur Vermeidung von „Naming and Shaming“ wurden keine vollständigen Ranglisten veröffentlicht. Innerhalb der Cluster werden ausschließlich die jeweils besten Webauftritte als Good-Practice-Beispiele ausgewiesen, während alle übrigen Webauftritte ohne individuelle Bewertung gelistet werden.

Durch dieses Bewertungsverfahren wird eine transparente, faire und methodisch belastbare Einordnung der Barrierefreiheit von PDF-Dokumenten über die verschiedenen Cluster hinweg ermöglicht.

Lizenz

Die im Rahmen dieser Studie veröffentlichten Daten stehen unter der Lizenz Creative Commons Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0). Sie dürfen frei genutzt, vervielfältigt, verbreitet und bearbeitet werden, auch für kommerzielle Zwecke.

Voraussetzung ist die Angabe einer angemessenen Quelle, z. B.: „CAAT PDF-Studie zur Barrierefreiheit von PDF-Dokumenten auf Webauftritte der öffentlichen Hand 2026“ sowie ein Verweis auf die Lizenz. Änderungen an den Daten sind kenntlich zu machen.

Weiterverwendung und Kooperation

Behörden, Forschungseinrichtungen, zivilgesellschaftliche Organisationen und Unternehmen sind eingeladen, die Daten für eigene Analysen, Anwendungen und Weiterentwicklungen zu nutzen.

Kooperationen, Weiterentwicklungen sowie Hinweise auf darauf basierende Arbeiten sind willkommen. Ziel ist es, die Transparenz und den Stand der digitalen Barrierefreiheit im öffentlichen Sektor kontinuierlich zu verbessern und gemeinsam weiterzuentwickeln.
Bei Interesse an einer Zusammenarbeit oder bei Fragen melden Sie sich gerne unter: salon+studie2026@mindscreen.de